Wo große Gefühle geweckt werden
Südkurier (Reinhard Brosig), 21.12.2009

Es war mit Sicherheit eines der besten Festkonzerte des Blasorchesters der Stadt Singen, des Sinfonischen Blasorchesters der Jugendmusikschule Singen, unterstützt von den „Vocalinos“, dem Kinder- und Jugendchor der Musikschule. Dies lag an der phantasievollen Stückauswahl, der soliden Vorbereitung, der ausgereiften Musikalität und an der spürbaren Spielfreude der Mitwirkenden.

Den Anfang machte wie immer das Sinfonische Blasorchester der Jugendmusikschule der Stadt Singen unter der Leitung von Martina Benett. Das frische Werk „Adventure“ von Markus Götz überzeugte durch harmonische Klangpräsenz, rhythmische Sicherheit und musikalische Entschlossenheit. Eindeutig auf die Gefühlsebene wurde das Publikum durch Ted Huggens „Air Poetique“ gehoben. Im Hornsolo ließ Rebecca Fox diese Arie emotional schweben. Ebenfalls von Ted Huggens ist das eindringliche Bittgebet „Supplication for World Future“. Ein Kind bittet durch seine Mutter Gott um eine saubere und heile Welt und um Frieden. Den Chorpart übernahmen die „Vocalinos“ unter der Leitung von Melinda Liebermann. Durch rhythmische Präzision und glasklare Intonation vermittelte der Chor eine helle, klare und eindringliche Botschaft, die angesichts der Dürftigkeit der Kopenhagener Klimakonferenz noch plausibler wurde. Das Sinfonische Blasorchester schuf dafür eine packende Basis.

Das Blasorchester der Stadt Singen begann mit einer Bearbeitung von Leonard Bernsteins Konzertouvertüre „Slava“. Siegfried Worch und sein Orchester stellten die Eigenheiten des großen amerikanischen Musikers und Dirigenten ausdrucksstark vor. Man verspürte die rhythmischen Finessen, die Klangüberraschungen, die nuancierten Spitzfindigkeiten, die energische Leidenschaft aber auch den verschmitzten Humor – ein fulminantes Ereignis.

In Klaus-Peter Bruchmanns „Concertino“ übernahm Rudolf Hein den Solopart an den Pauken. Eigentlich ist ein „Concertino“ ein kleiner Wettstreit unter Musikern, aber hier wurde es zu einem fruchtbaren Miteinander. Durch die verschiedenen Klangfarben des Orchesters kam die Pauke sehr differenziert zur Geltung.

Ein Meisterwerk der sinfonischen Blasmusik sind die „Armenischen Tänze“ von Alfred Reed. Hier zog Siegfried Worch mit seinem Orchester alle Register. Sauber in der Intonation, präzise in den Einsätzen, stark im Ausdruck waren Merkmale der Interpretation. Sie ließen die „Volkstöne“ zu einem Erlebnis, zu einer Klangpracht, zu einer ausgefeilten Interpretation werden. Wie Siegfried Worch dieses Blasorchester formt und wie die Musiker mitziehen, ist oberste Güteklasse.

Und Siegfried Worch ist auch für Überraschungen gut. In der Zugabe konnte man die Stimme von Hannes Kehl mit weichem Timbre und vollem Klang hören. Und schlussendlich gaben die beiden Jung-Trommler Tizian Mattes und Leander Biehler noch den Takt vor. Ein Festkonzert, das zu den ganz großen gehört.

Ein ergänzendes Miteinander
Südwest Presse, 24.06.2009

 

 

Zu Jubiläen flotter Konzertabend
Schwarzwälder Bote, 24.06.2009

 

 

Bestnote für Blasorchester
Südkurier (Andreas Krieg), 05.06.2009

„Mit hervorragendem Erfolg“ – das höchste Prädikat, das es beim Wertungsspiel zu erlangen gibt, erhielt das Blasorchester der Stadt Singen unter der Leitung von Musikdirektor Siegfried Worch zuerkannt. Innerhalb der Leistungsklasse 5 (Höchststufe), erhielten die rund 60 Musikerinnen und Musiker aus Singen mit 92,5 von 100 möglichen Punkten die Bestnote.

Das Wertungsspiel des Blasmusikverbandes Hegau-Bodensee fand im Rahmen des Jubiläumsfestes „100 Jahre Musikverein Welschinen“ statt. Mit den Stücken „Aurora“ von Thomas Doss und „Xenia Sarda“ von Hardy Mertens erreichte das Blasorchester Singen (BOS) dabei nicht nur die ausgezeichnete Wertung der drei professionellen Juroren, auch aus dem fachkundigen Publikum, unter ihnen vor allem Musiker der anderen Orchester des Verbandes, gab es sehr viel Anerkennung.

Viele der Orchestermitglieder genossen nach dem Vortrag in der Hohenhewenhalle die Atmosphäre im Festzelt und harrten aus bis zur Verkündung der Ergebnisse.

Schließlich durfte gejubelt werden, denn die Wertung „Hervorragend“ wurde bei 32 teilnehmenden Orchestern nur neunmal vergeben. Siegfried Worch war mehr als zufrieden mit dem Auftreten seines Blasorchesters und die Musikerinnen und Musiker glücklich und erleichtert, dass diese Herausforderung so erfolgreich gemeistert wurde.

Dem heimischen Publikum präsentiert sich das BOS wieder im Rahmen des Stadtfests mit einem Konzert auf der Heikornbühne am 20. Juni von 12 bis 14 Uhr. Noch mehr Blasmusik wird an der gleichen Stelle am Sonntagnachmittag geboten. Die Musikvereine des Blasmusikbezirks Hohentwiel treffen sich dann zum Bezirkskonzert.

 

Presse Vereinsjahr 2009

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