Schwungvoller Start am Taktstock
Südkurier, 24.12.2012

Jede Menge Neuigkeiten hatten das Blasorchester der Stadt Singen und das sinfonische Blasorchester der Jugendmusikschule zum Festkonzert am Vorabend des vierten Advents in die Singener Stadthalle mitgebracht: Zum einen ein Programm, das mit einem gemeinsamen Auftritt glänzte, zum anderen einen neuen Orchesterleiter in Person des Dirigenten Michael Stefaniak und nicht zuletzt Unterstützung durch die neue Musikschulleiterin Annette Tinius-Elze, die beim Finale mit Arturo Marquez „Danzon No. 2“ in die Tasten des Pianofortes griff.Mit dem neuen Dirigenten Michael Stefaniak hat das Blasorchester der Stadt Singen (BOS) einen schwungvollen Start hingelegt: Der neue musikalische Leiter hat ein ebenso melodisches wie folkloristisches Programm zum Festkonzert in der Singener Stadthalle ausgewählt und das Publikum mit großer Klangvielfalt im ausverkauften Saal überrascht und überzeugt.

Eine Reise durch die Welt der Musik veranstaltete das Blasorchester und führte die Zuhörer von Irland durch Gershwins Welten schwarzamerikanischer Siedlungen bis in die rhythmusbetonte Klangwelt Lateinamerikas. Stefaniak hat auf ein Programm gesetzt, das sich auf die Tradition des Folk stützte.

Zuvor hat das sinfonische Blasorchester der Jugendmusikschule das Publikum unterhalten, und dabei auch vor Piraten nicht Halt gemacht – mit Hans Zimmers Filmepos „Pirates of the Caribbean“. Begeisterungsstürme erntete auch Moritz Disse als Solist am Xylophon mit Laseroms „Xylomania“.

Dass das Zusammenspiel zwischen alt und jung großartig harmoniert, bewiesen die beiden Klangkörper vor der Pause des Festkonzertes: mit Bullas klangreicher Ouvertüre „Intrado Festivo“ unter Leitung von Martina Bennett und schließlich „Fate of the Gods“ von Conaway/Reineke unter Stefaniak.

 

Blasorchester der Stadt Singen spielt Festkonzert unter neuer Leitung
Südkurier, 06.12.2012

Erstmals spielt das Blasorchester kurz vor Weihnachten mit dem Sinfonischen Blasorchester der Jugendmusikschule Singen zusammen. Das Programm konzentriert sich auf Folktraditionen.

Tradition hat das Festkonzert des Blasorchesters der Stadt mit dem Sinfonischen Blasorchester der Jugendmusikschule Singen kurz vor Weihnachten. Diesmal findet es am Samstag, 22. Dezember, um 19.30 Uhr in der Stadthalle Singen statt und steht unter dem Titel „Alte Zeiten und andere Neuigkeiten“. Die wichtigste Neuigkeit am Festkonzert 2012 ist der neue musikalische Leiter des Blasorchesters der Stadt Singen, Dirigent Michael Stefaniak. Er hat ein Programm ausgewählt, das sich auf alte Volkslieder, Skalen und Rhythmen, kurz: auf Folktraditionen stützt, und schon allein dadurch einen eingängigen, unterhaltenden Charakter verspricht. So ist es besonders deutlich bei den „Sea Songs“ des englischen Romantikers Ralph Vaughan Williams und natürlich in George Gershwins Jazz-Oper „Porgy and Bess“. Es wird eine Ouvertüre mit musikalischen Themen aus der Oper in einer Bearbeitung von James Barnes zu hören sein. Aber auch der junge Komponist Eric Whit acre bezieht sich in „October“ auf die Vorlieben der englischen Romantiker. Nichts anderes als lebendige, zeitgemäße lateinamerikanische Volksmusik für den großen Konzertsaal ist der „Danzon No. 2“ des Mexikaners Arturo Marquez, der längst zu einem modernen Klassiker wurde.

Eine spannende Neuigkeit im Programm ist der zweite Konzertteil, in dem das Erwachsenenorchester und das von Martina Bennett geleitete Jugendorchester erstmals gemeinsam musizieren werden. Auch hier gibt es einen Bezug zum Konzertschwerpunkt mit dem Iren Fergal Carroll, der originale und traditionelle irische Themen für sein Stück „Blackwater“ einsetzt. „Fate of the Gods“ ist ein hervorragendes, neues Stück Programmmusik des Komponisten Steven Reineke.

Traditionell eröffnet das Jugendblasorchester das Konzert. Es spielt „Exaltation“ von James Swearingen mit einem Saxophonsolo von Jessica Vogt, „Xylomania“ von Wim Laseroms mit einem Solo von Moritz Disse sowie „At World’s End“ aus der Filmmusik zu „Pirates of the Caribbean“ von Hans Zimmer in einem Arrangement von Ted Ricketts.

 

Berliner Luft geschnuppert
Südkurier (Andreas Krieg), 19.10.2012

Baden-Württemberg liegt zwischen Indien und Österreich. So ist zumindest die exklusive Lage der Vertretung des Landes Baden-Württemberg beim Bund am Berliner Tiergarten zwischen den Botschaften der beiden Staaten zu beschreiben.

Hier gab das Blasorchester der Stadt Singen (BOS) das erste von zwei Konzerten auf seiner Berlinreise. Das abschließend gespielte Badnerlied sei das am häufigsten erklingende Musikstück in der Landesvertretung, so Ulrich Rapp, der Verantwortliche für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Rapp begrüßte die 55-köpfige Reisegruppe bestehend aus den BOS-Musikern sowie einigen Gästen und begleitete sie durch das dreitägige Besuchsprogramm. Nach einer Führung durchs Haus und beim Abendessen mit badisch-schwäbischen Köstlichkeiten gab er interessante Einblicke in die Arbeit der Einrichtung und wie sie von der Landesregierung und baden-württembergischen Bundespolitikern genutzt wird. Von repräsentativen Veranstaltungen, Verhandlungen über wichtige Gesetzesvorhaben bis hin zu vertraulichen Kamingesprächen findet vieles statt, was baden-württembergischen Interessen in der Bundeshauptstadt dient. Hausherr ist Peter Friedrich, Minister für Bundesrat, Europa und internationale Angelegenheiten. Über den Kontakt zu ihm, selbst passives Mitglied beim Blasorchester, wurde die Reise in dieser Form ermöglicht. Das Besuchsprogramm wurde von der Landesvertretung in Zusammenarbeit mit dem Bundespresseamt erarbeitet und organisiert.

Führungen gab es auch durch das Willy-Brandt-Haus und den Bundesrat. Anschließende Diskussions- und Fragerunden wurden genutzt, um auch die in der Heimat drängenden Fragen wie Internetversorgung oder Fluglärmstreit anzusprechen. Natürlich waren auch der Plenarsaal des Deutschen Bundestages im Reichstag sowie der grandiose Ausblick von der Glaskuppel im Programm enthalten.

Ein eindrückliches Erlebnis für alle Teilnehmer war der Besuch der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen. Durch die Gebäude und Anlagen der ehemaligen Untersuchungshaftanstalt des Ministeriums für Staatssicherheit (Stasi) der DDR wurden die Besuchergruppen von Zeitzeugen, die als politische Gefangene selbst Insassen dieses Gefängnisses waren, geführt.

Der vierte und letzte Tag in Berlin galt wieder der Musik. Gemeinsam mit der Zentralkapelle Berlin sorgte das BOS für Stimmung beim Kürbisfest im Stadtteil Schöneberg. Dieser Auftritt verdankte das BOS seinem 2. Vorsitzenden Thilo Schuldt. Er lebte einige Zeit in Berlin und musizierte selbst bei der Zentralkapelle, einem Blasorchester, das sich wie das BOS mit Begeisterung der ganzen Bandbreite vom Marsch bis zu sinfonischen Blasmusik widmet. Dank der Kontakte der aktiven Mitglieder Christel Höpfner und Matthias Bartuschek und der Organisation durch den Vorsitzenden Markus Schönle und dessen Stellvertreter Thilo Schuldt war es nach Meinung aller Teilnehmer wieder eine sehr erlebnisreiche Konzertreise, bei der das BOS sich und die Stadt Singen in der Hauptstadt würdig repräsentierte.

 

Philharmoniker steht am Pult
Südkurier, 11.07.2011

Der neue Dirigent des Städtischen Blasorchesters Michael Stefaniak hat den Taktstock übernommen

Michael Stefaniak ist längst in Singen angekommen. Seit rund sieben Jahren lebt der gebürtige Dessauer, Jahrgang 1973, in der Region, aktuell in der Singener Südstadt, und seit dem 18. Juni dirigiert er nun auch das Blasorchester der Stadt Singen (BOS). Im Beisein des Vorsitzenden Markus Schönle sowie des Präsidenten des BOS, Hartmut Rackow, stellte sich der neue Dirigent den Medien vor.

„Als ich davon hörte, dass Siegfried Worch die Dirigentenstelle zum Jahresende 2011 abgeben wollte, war für mich gleich klar, das ist die Chance, da werde ich mich bewerben“, erzählt Michael Stefaniak. Beim Abschiedskonzert von Siegfried Worch kurz vor Weihnachten 2011 hatte er seinem zukünftigen Orchester bereits intensiv zugehört und eine Dirigatprobe im Januar brachte alles auf den richtigen Weg.

Michael Stefaniak spielt selbst Horn, hat eine Stelle in der Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz, wo auch seine Frau als Klarinettistin spielt: „Ich bin die halbe Stelle von 4,5 Hornstellen in der Südwestdeutschen Philharmonie.“ Dies aber selbstverständlich mit ganzem Einsatz. Bevor er mit seiner Frau und der heute achtjährigen Tochter in die Region zog, spielte das Ehepaar in der Anhaltinischen Philharmonie des Anhaltinischen Theaters in Dessau. Während des Erziehungsurlaubes blieb Stefaniak zunächst bei der Tochter, übernahm aber freiberuflich eine Dirigentenstelle in der Bürgerkapelle Hemmenhofen und später beim Musikverein Überlingen am Ried. Mit diesem wird er in Kürze noch beim Strandfest in Iznang spielen, doch die Nachfolge ist bereits geregelt. „Ich war dort nicht unzufrieden, sondern habe sehr viel gelernt, aber die Stelle in Singen war einfach reizvoll“, betont er. Beim Entenrennen sowie beim Zunftschüürfest am Sonntag, 22. Juli, wird Michael Stefaniak das Blasorchester erstmals öffentlich dirigieren. Einen weiteren Auftritt als Dirigent hat Stefaniak mit den Musikern beim Biergartenkonzert am Dienstag, 24. Juli, ab 19.30 Uhr im Färbegarten.

Presse Vereinsjahr 2012

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